Die Arbeit in sozialen Netzwerken umfassend und einfach erklärt

25. Januar 2023 | Aktuelles

Möglichkeiten bei Instagram

Anhand von praktischen Beispielen zeigte Johanna Brüggemann die Möglichkeiten bei Instagram.

Rund um das Thema „Social Network Basics“

Warum Social-Media? Wie erstelle ich Content? Was gehört ins Impressum? Warum ist Networking sinnvoll? Wie schaffe ich das richtige Mindset? Was kann ich aus meiner Smartphone-Kamera für Content-Creation herausholen? Welches Zubehör sollte ich mir zulegen? Was muss ich bei Gruppenaufnahmen beachten? Wie steht es um Bild- und UrherberInnenrechte? Um diese und viele weitere Fragen ging es in unserer vierteiligen Workshopreihe zum Thema „Social Network Basics“ am Coworking Space-Standort Schwentinental in unserem Gewerbe- und Technikzentrum Raisdorf. Dank Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung war die Teilnahme kostenlos.

„Insbesondere die beschleunigten Veränderungsprozesse der letzten Jahre zwischen Business und Endkunden haben uns eindrücklich gezeigt wie wichtig es ist, digital vertreten und aufgestellt zu sein“, stellt Christian Kliesow (WFA) fest. „Social Media, digitale Netzwerke oder Content sind, wenn sie es nicht bereits waren, zur Pflicht geworden. Die Reihe ´Social Network Basics´ vermittelte eindrücklich wie jeder einen einfachen Einstieg in diese Themen finden und sich darüber hinaus digital positionieren und zeigen kann. Alles was man braucht ist ein Smartphone, dann kanns losgehen.“

Teil 1 „Social Media – get creative“

Bei der Auftaktveranstaltung „Social Media – get creative“ zeigte Johanna Brüggemann umfassend und verständlich die Möglichkeiten auf, um in den sozialen Netzwerken präsent werden zu können. Die TeilnehmerInnen hatten größtenteils bereits Erfahrungen und kamen mit dem Wunsch, Strategien zu entwickeln und Tipps mitzunehmen. Nach den Basisinformationen für einen gelungenen Onlineauftritt nahm die selbstständige Content-Creatorin praktische Fallbeispiele unter die Lupe, bevor in kleinen Gruppen an den eigenen Auftritten gebastelt wurde.

Warum sollte ein Unternehmen sich denn überhaupt mit dem ganzen Thema Social Media auseinandersetzen? Für Johanna Brüggemann zählen zu den vielen Gründen neben dem Bewerben der Produkte und Dienstleistungen die damit verbundene Vergrößerung des Absatzes, die Erhöhung der Reichweite und Vernetzung innerhalb der Branche auch der Kontakt zur Zielgruppe mit einem Blick hinter die Kulissen, um Nahbarkeit zu erzeugen: „Wenn ihr Mitarbeiter sucht, zeigt doch einmal in einem Video, dass ihr ein guter Arbeitgeber seid. Möchte sich niemand vor der Kamera zeigen, könnt ihr das auch in einem Satz posten. Warum arbeitet jemand gerne bei euch?“

Zu den gängigen Plattformen zählen Facebook, Instagram, TikTok, Pinterest oder YouTube. Welche genutzt werden sollten, hängt mit der Zielgruppe zusammen. Viele der ganz jungen Kunden sind auf TikTok unterwegs, diese und auch die etwas Älteren nutzen gerne Instagram. Das Publikum bei Facebook ist eher 30 Jahre alt und älter. Möchte man Anregungen oder Ideen zum Selbermachen (DIY=Do It Yourself) zeigen, eignet sich Pinterest sehr gut. Die Videoplattform YouTube ist dafür ebenso geeignet.
Nicht nur um die geeignete Plattform zu finden, sollte die Zielgruppe analysiert werden. Neben dem Alter und Geschlecht spielt auch eine große Rolle, was sie interessiert, was sie sehen möchte und was erreicht werden soll. Wie soll das Produkt oder die Firma präsentiert werden? Welches Design passt? Ein aufgeräumtes Profil mit einem klar erkennbaren Konzept macht einen guten Eindruck, alle Infos auf einen Blick sind nutzerfreundlich. Eine Strategie wäre auch sinnvoll, um geeignete Inhalte zu finden, wobei das alles sein kann (Content Creation). Gibt es einen Mehrwert für den Kunden, aufklärende Informationen oder hilfreiche Tipps? Hierbei sind Bilder- und Nutzungsrechte zu beachten.

Es gibt verschiedene Formate, die jedoch nicht auf allen Plattformen ausgespielt werden können. Zu den Beiträgen (auch Posting genannt) gehören:

  • Fotos
  • Karussell (bei Instagram bis zu 10 Fotos, Grafiken oder Text-Kacheln)
  • Reels auf Instagram, Facebook oder Pinterest und TikTok Shorts (kurze einfach produzierte Videos mit einer Länge von 15-60 Sekunden)
  • Stories (Reels und Postings, die 24 Stunden online bleiben, und mit verschiedenen Merkmalen (Features) versehen werden können, wie z. B. Umfragen, Links, Erinnerungen oder Grafiken (GIF´s). Die Stories können in
  • Highlights abgespeichert und gesammelt werden. Es sind „Ordner“, die bestimmten Themen zugeordnet werden können, z. B. Behandlungsmöglichkeiten, zufriedene Kunden, Jobs, Ausflugstipps oder Veranstaltungen.

Unterstützung bei der Organisation und Gestaltung gibt es von verschiedener Software. Zu den sogenannten Apps & Tools zählen u. a.:

Apps & Tools

Johanna Brüggemann zeigte, wo man sich Unterstützung bei der Organisation und Gestaltung von Beiträgen holen kann.

  • Facebook Creator Studio
  • Tailwind, Social-Pilot, Hootsuite, Later, Planoly
  • Canva, Unfold, Recap, Inshot

Stefanie Wriedt-Voß freut sich sehr, dass ihre Instagram-Seite von der Alten Musikschule in Preetz sogar als der „Best-Practice-Beitrag“ von der Referentin präsentiert wurde. Ihr Fokus liegt nach den Impulsen aus dem Workshop nun auf dem Wecken von Emotionen: „Wir wollen uns mehr trauen und unser Alltagsgeschehen zeigen.“ Für ihre Arbeit bei cobaas, dem Coworking Space Preetz musste Chef Thomas Wick direkt für ein Real zur Verfügung stehen. Die Gemütlichkeit und Flexibilität des Standortes sind hierbei sehr gelungen eingefangen worden. „Wir hatten eine Idee und haben sie direkt umgesetzt. Es hat sehr viel Spaß gemacht.“ Doch was Stefanie Wriedt-Voß am meisten begeistert hat, ist das Miteinander im Workshop. „Der Rückenwind, den wir mitgenommen haben, ist klasse. Wir folgen uns jetzt und davon zehren wir alle.“